Armutsfeste Löhne und Bekämpfung des Fachkräftemangels – DGB Wahlforum in Naunhof

Die eingeladenen Direktkandidierenden für die Bundestagswahl im Landkreis Leipzig folgten der Einladung zum abschließenden Podium des DGBs ins Alte Kranwerk nach Naunhof am gestrigen Montagabend.

Deutlich wurden dabei die Unterschiede zwischen den Vertreterinnen und Vertreter der Mitte-Rechts und Mitte-Links Parteien hinsichtlich einer Anhebung des Mindestlohns auf ein armutsfestes Niveau, einem Bekenntnis zu stabilen und solidarisch finanzierten Renten sowie die unterschiedlichen Herangehensweisen, um den Fachkräftemangel in der Region anzugehen.

Die zuhörenden Beschäftigten im Publikum hatten ein großes Interesse an einer wertschätzenden Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen.

Olaf Scholz und ich stehen für eine Gesellschaft des Respekts ein und setzt bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels weniger auf eine weitere „Entfesselung“ der Wirtschaft, sondern eher auf gesetzlich festgeschriebene attraktive Arbeitsbedingungen und Löhne, attraktive soziale Wohn- und Lebensumfelder mit ausreichend staatlichen Strukturen über Kitas, Schulen und Kultur sowie auf eine stärkere staatliche Förderung der Weiterbildung.

Aufgrund des schwachen gewerkschaftlichen Organisationsgrads in Sachsen, ist die Tarifbindung eine der geringsten in Deutschland. Tariftreue und eine Unterstützung der Mitbestimmung in den Betrieben muss zukünftig auch durch den Bund stärker im Mittelpunkt stehen.

Die SPD setzt sich nicht nur für ein Recht auf Arbeit, sondern auch für ein Recht auf Weiterbildung und eine Ausbildungsplatzgarantie ein, damit jede und jeder ihren bzw. seinen Platz im Berufsleben finden kann, um sein persönliches und gesellschaftliches Potenzial auszuschöpfen.