Gedenkveranstaltung für die Opfer des KZ-Außenlagers Flößberg

Am Nachmittag, des 23. Januars 2022 nahm die Frohburger Bundestagsabgeordnete und Stadträtin Franziska Mascheck an der Gedenkveranstaltung des „Fördervereins der Gedenkstätte Flößberg“ im Wald „Großes Fürstenholz“ teil.

Mascheck: „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die die Erinnerung an die schrecklichste Episode unserer Geschichte – auch bei uns im Landkreis Leipzig – konkret im heutigen Frohburger Ortsteil Flößberg, wachhalten und aktiv erinnern.“

Seit Jahren nun recherchieren die Ehrenamtlichen des Vereins vor Ort die Geschichte des ehemaligen Außenlagers von Buchenwald, in dem 1944/45 insgesamt rund 1.900 zumeist polnische und ungarische jüdische Männer als Zwangsarbeiter für die Leipziger Rüstungsfirma HASAG Zwangsarbeit verrichten mussten. Mehr als 230 davon kamen dabei durch Hunger, Kälte, Misshandlung und Erschöpfung um. Der Förderverein und sein Schwesterverein die Initiative „Flößberg Gedenkt“ organisieren regelmäßige Führungen, setzen sich für Gedenktafeln sowie einen würdigen Erinnerungsort ein und stellen den Kontakt zu Schulen für Erinnerungsprojekte her.

Auch heute konnte Abgeordnete Mascheck mit den Aktiven für das nächste Projekt Kontakte zu Schulen der Region vermitteln und sich über die nächsten Schritte informieren. Geplant ist eine zweiwöchige Unterrichtsreihe im digital oral history Format, bei dem die Schüler*innen auf ihr Smartphone Textnachrichten eines 16 Jährigen Überlebenden des Lagers erhalten, der sie jugendgerecht durch seinen damaligen Alltag führt. Nach einer Modellphase könnte dieses ditaktische Material allen Schulen der Umgebung zum Einsatz zur Verfügung gestellt werden und ein nachhaltiges Erinnern ermöglichen.Am heutigen Tag war ich zutiefst positiv beeindruckt, wie viele Menschen der Einladung zu der Gedenkveranstaltung gefolgt sind.

Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar fällt dieses Jahr auf einen Wochentag, daher entschied sich der Verein für das sonntägliche Erinnern. Zudem ist einer der letzten Überlebenden Manny Druckier Anfang des Jahres im Alter von 93 Jahren in seiner Wahlheimat Kanada verstorben. Ihm, der als wichtiger Zeitzeuge für den Verein diente, sollte besonders gedacht werden.

Mehr Informationen zur Geschichte des KZ-Außenlagers gibt es hier.